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Thema: Welches Spiel habt ihr zuletzt beendet?

  1. #3281
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    Avatar von Raphaelo
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    Deine kurze Spielzeit auf Steam stimmt mich noch positiver gegenüber dem Spiel. Normalerweise meide ich solche RPGs, weil mir die Zeitinvestition zu gross ist, aber das scheint man ja noch in humaner Zeit durchspielen zu können . Wishlisted

    Bei mir war es zuletzt Bioshock 2 - Remastered



    Für mich war das Spiel eine wirklich schöne Rückkehr zu meinem Durchgang damals zu Release. Damals hat mir das Spiel irgendwie nicht so gefallen, habe sogar meine alten Eindrücke dazu rausgesucht und blieb dort irgendwie an relativ bedeutungslosen Details hängen . Aber ja, man wächst ja auch irgendwie mit der Zeit.

    Der Durchgang von der Remastered Version hat mir jedenfalls enorm viel Spass gemacht und Bioshock 2 als Spiel sich meiner Meinung nach wirklich nicht von dem Erstling zu verstecken braucht. Ich mochte wie es durchs Band versucht das Hauptspiel aus anderen Blickwinkel zu betrachten und neue Spielweisen zu trainieren. Besonders herausgestochen ist auch das Leveldesign, wo der Erstling einfach eher dürftig abschneidet, bietet Bioshock 2 teilweise ganz ausgeklügelte Levels. Mit kleinen Ecken zum Erkunden und coolen Abkürzungen. Es fühlt sich im Gegensatz zum Vorgänger wesentlich vertikaler an (was ja auch Sinn macht so wie sich Rapture eigentlich präsentiert).

    Die Story ist ebenfalls tiptop und stürzt nicht so ab im letzten Akt wie Teil 1. Und auch in Sachen Combat bekommt man schon etwas mehr, mehr Gegner und durch die Little Sisters ist man regelmässig auch in einer defensiven Position, was auch andere Spielweisen fördert. Es ist gesamthaft wirklich ein runderes Erlebnis als der Erstling, verbessert sich fast in jeder Facette und gibt Rapture einen mehr als würdigen Abschied. Plus es hat noch Minerva's Den was so gesehen wohl weiterhin als eines der absoluten besten Levels in der Geschichte der Serie gilt. Dicht nach Fort Frolic

    Ein sehr gutes Spiel, hat sich gelohnt das noch einmal durchzuspielen. Schade hat dieses Spiel nicht auch die umfassende Interview-Behandlung erhalten. Das wäre natürlich noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

    5/5


    Generell haben sich die beiden Remastered Version wirklich gelohnt. War eine schöne Rückkehr nach Rapture, welche meine Wertschätzung für diese Serie nur noch weiter gefestigt haben. Ich bekam viele Eindrücke über die Entstehung und durfte angenehm feststellen, dass die Spiele sich wirklich wunderbar gehalten haben. Zeitlose Klassiker

  2. #3282
    Muchas Gracias, Señor!
    Avatar von Bull3t
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    Amen raphi
    Das Phänomen um BS2 ist imho in einer Zeit entstanden, in dem Sequels zuvorderst mit Nasenrümpfen begegnet wurden. Dieses 'Label' trohnt(e) imho zu unrecht über diesem Titel.

    Spielst du Infinite nochmals durch?

  3. #3283
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    Avatar von BliNkEr]
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    Zitat Zitat von Raphaelo Beitrag anzeigen
    Deine kurze Spielzeit auf Steam stimmt mich noch positiver gegenüber dem Spiel. Normalerweise meide ich solche RPGs, weil mir die Zeitinvestition zu gross ist, aber das scheint man ja noch in humaner Zeit durchspielen zu können . Wishlisted
    Joa, denke durchschnittlich 20h dürften bei Tyranny hinkommen.
    Dazu sei aber auch gesagt, dass ich ein recht schneller Leser bin und nicht ewig für ein paar Zeilen Text brauche ^^

    Super Review zu Bioshock 2 btw
    Sollte dem Teil vielleicht auch nochmals eine Chance geben, war für mich damals so das "Dark Souls 2" der Bioshock-Reihe
    Geändert von BliNkEr] (30.11.16 um 14:38 Uhr)


  4. #3284
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    Avatar von ushan
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    Zitat Zitat von Bull3t Beitrag anzeigen
    Amen raphi
    Das Phänomen um BS2 ist imho in einer Zeit entstanden, in dem Sequels zuvorderst mit Nasenrümpfen begegnet wurden. Dieses 'Label' trohnt(e) imho zu unrecht über diesem Titel.

    Spielst du Infinite nochmals durch?
    This!

    Schön, dass noch jemand zu der Erkenntnis kommt wie toll der zweite Teil eigentlich war.
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  5. #3285
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    Bin Vorgestern auch mit Tyranny fertig geworden.

    Schliesse mit dem Walliser mehrheitlich an, auch wenn ich finde dass die KI in Kämpfen gerne mal nicht unbedingt die hellste ist. Passierte mir ein Paar mal dass die Nasen einfach nur herumgestanden sind nachdem sie einen Gegner umgehauen haben und nicht automatisch den nächsten angegriffen haben. Bissl blöd wenn der Nahkämpfer einfach nur so da steht während der Rest der Party grad zusammengeklopft wird. Ausserdem spinnt die Wegfindung manchmal etwas herum, sie gehen nicht immer direkt auf den Gegner zu sondern laufen den längeren Weg um sie herum was natürlich wertvolle Zeit kostet und solche sachen.
    Will es nicht schlechtreden, Kampfsystem ist grundsolide, nur bei mir wollten die Kämpfer nicht immer das machen was sie eigentlich sollten.

    Der Fokus liegt klar auf der Story und den einzelnen Fraktionen im Spiel und wie man mit diesen interagiert. Dungeons erkunden oder die Welt bereisen kommt zwar vor, aber viel weniger als z.B. in einem Baldurs Gate oder Pillars.
    Habe gelesen dass viele Leute mit der länge des Spiels nicht ganz zufrieden sind. Ein Zeitfresser wie Pillars ist Tyranny definitiv nicht, nach ca. 17 Stunden war auch ich durch. Für diese Art von Spiel nicht unbedingt besonders lang, wobei mich die das nicht unbedingt gestört hat. Im Gegenteil, fand es sogar gut dass sich das ganze nicht unnötig in die Länge zog.
    ABER
    Das Ende kommt dann gegen den Schluss schon etwas gar schnell auf einen zu und zum allen Übel Sequelbaitet das Spiel ganz schön kräftig in der Endsequenz. Der "Handlungsstrang" im Hauptspiel wird zwar schon schön abgeschlossen, auch all die kleinen Dinge und Geschichten haben ein Ende, trotzdem ist recht klar dass es irgendwann/irgendwie weitergehen MUSS.
    Finde das ein bisschen schade denn der ganze Lore und die Welt der ganzen Charactere fand ich zumindest super und würde mich sehr gerne weiter in den anderen Ecken abseits der bekannten Karte etwas herumtummeln.
    Wobei, es ändert sich anscheinend schon sehr stark je nachdem wie man sich entscheided, was mir zumindest Lust auf einen Zweiten Durchgang macht. Dann ist es auch nicht besonders schlimm dass es weniger als 20 Stunden dauert.

    Zitat Zitat von Bull3t Beitrag anzeigen
    Ok danke für deine Eindrücke. Viel lesen schreckt mich schon ein wenig ab.. . Wobei scheint es gut geschrieben zu sein. Es sieht schon verdammt gut aus.
    Wie wir Joey immer sagen: Chöifs!


  6. #3286
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    Zitat Zitat von Bull3t Beitrag anzeigen
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    Das Phänomen um BS2 ist imho in einer Zeit entstanden, in dem Sequels zuvorderst mit Nasenrümpfen begegnet wurden. Dieses 'Label' trohnt(e) imho zu unrecht über diesem Titel.

    Spielst du Infinite nochmals durch?
    Bin noch am hin und her überlegen, ob ich mir Infinite auch noch einmal gönne. Müsste ich jetzt eigentlich fast in Angriff nehmen, wenn ich schon alle anderen Games durch habe . Und auf dem PC habe ich es ausser dem DLC auch noch nie gespielt

    Ich weiss nur, das ich den DLC von Infinite nicht mehr spielen will. Der hat mir echt überhaupt nicht gefallen

    Zitat Zitat von BliNkEr] Beitrag anzeigen
    Joa, denke durchschnittlich 20h dürften bei Tyranny hinkommen.
    Dazu sei aber auch gesagt, dass ich ein recht schneller Leser bin und nicht ewig für ein paar Zeilen Text brauche ^^

    Super Review zu Bioshock 2 btw
    Sollte dem Teil vielleicht auch nochmals eine Chance geben, war für mich damals so das "Dark Souls 2" der Bioshock-Reihe
    Und dabei ist Dark Souls 2 auch immer noch so gut

  7. #3287
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    Zitat Zitat von Raphaelo Beitrag anzeigen


    Und dabei ist Dark Souls 2 auch immer noch so gut
    Natürlich ist DS2 gut. Es hat "seine eigene" Art. Innerhalb der Souls-Reihe ist DS2 für mich nach wie vor der schwächste Teil.


  8. #3288
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    Angepasste Rise of the Tomb Raider (PS4)-Wertung - 0/10
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  9. #3289
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  10. #3290
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    Er hat ein Spiel am Releasetag gekauft!





  11. #3291
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    The Elder Scrolls V: Skyrim Remastered
    played on PS4 Pro, 4k30


    Spielzeit: ~22.5h (Mainquest beendet mit Level 14 )
    In dieser Zeit Erlebtes: 3000 Fus-Ro-Dahs, die komplette Mainquest, 2-3 Nebenquests, Hauskauf, 1 Knast-Besuch, Gefährten-Beitritt
    Genre: Nord(ic)-Walking-Simulator getarnt als RPG mit offener Spielwelt


    Pro & Kontra

    + Gigantische und immer noch atemberaubende Spielwelt
    + Breitgefächerte Charakterentwicklung (am Ende läuft's bei mir eh auf einen bärtigen Wikinger mit Zweihänder hinaus...)
    + Stimmige und schön ausgearbeitete Dungeons
    + VIEL schnellere Ladezeiten - und somit viel angenehmer zu spielen als noch auf PS3
    + Viel zu entdecken
    + Schöne neue Lichteffekte, die extrem viel zur Atmosphäre beitragen
    + Diverse Random-Dafuq-LOL-Momente
    +/- Bugs mal hilfreicher Zufall (besonders mit tiefem Level ), mal annoying as hell
    + Haufenweise Möglichkeiten, die Zeit zu vertreiben und...
    + ...wohl ziemlich viele spannende Nebenquests
    - Kampfsystem immer noch so responsiv wie eine Kuh beim Wiederkäuen
    - Viele Animationen unverändert hölzern (2011 halt)
    - Marginale Waffen- und Rüstungs-Ausbeute im Verlauf der Mainquest (3 interessante Zweihänder, immer dieselben Nord-Schwerter....)
    - Gegner-Balancing mal ausgewogen, mal nicht


    "I used to be an adventurer like you. Then I took an arrow in the knee." (ehrlich gesagt: Ich fühlte mich gleich wieder daheim, als ich den Satz gehört habe )


    Skyrim - ich hätte nicht gedacht, dass ich das nach der doch eher technischen Zumutung auf Konsolen nochmals anfassen werde. Sicherlich. Die Spielwelt konnte sich schon damals sehen lassen und war stimmig - und natürlich war es spielbar. Aber jedes Mal beim Betreten einer Stadt oder eines Gebäudes eine gefühlte Minute warten zu müssen, bis das Spiel findet "momol, jetzt habe ich fertig geladen" - das ging einfach nicht mehr... weshalb es damals dann nach doch etwa 30 Spielstunden, in denen ich aber mehr Zeit mit den Sidequests verplempert habe), das Handtuch warf. Und vermutlich kaufte ich zu dieser Zeit auch wieder ein Spiel nach dem anderen, weshalb es vielleicht auch noch zusätzlich anderem Stoff weichen musste.

    Item: Seit der Ankündigung der Remaster-Version spürte ich wieder das Verlangen nach Himmelsrand. Nach Nord-Abenteuer und nach der Möglichkeit, Drachen mit einem fetten Zweihänder zu piesacken. Und der erneute Besuch der Provinz Himmelsrand mit seiner prächtigen Flora und Fauna hat sich durchwegs gelohnt. Und es ist sozuagen Liebe auf den zweiten Blick. Nach der anfänglichen Flucht und Durchlaufen des ersten unterirdischen Gewölbes tut sich eine fantastische, fantasiereiche und weitläufige Welt auf, an der man sich kaum satt sehen kann. Und es ist toll festzustellen, dass Skyrim auch nach 5 Jahren dank eines hübschen grafischen Upgrades und ein paar Lichteffekten immer noch mithalten kann und gar eines der - zumindest was den Artstyle betrifft - schönsten Spiele der modernen Zeitrechnung geblieben ist.

    Das gesagt hatte ich es mir fest zum Ziel gesetzt, zumindest endlich mal die Mainquest zu beenden und wenn dann die Motivation anschliessend nicht verflogen ist, auch noch die eine oder andere Sidequest inklusive Dragonborn-Add-on zu erledigen - was ich auch ganz sicher tun werde. Zugegebenermassen - sich bei einem Spiel wie Skyrim fast ausschliesslich der Mainquest zu widmen, hat etwas Frevelhaftes an sich. Allerdings war ich dazu angesichts meines Backlogs und ständigem Spieleneukauf praktisch gezwungen. Man möge mir daher zwar den Galgen errichten, mich aber bitte nicht gleich daran erhängen ...

    Nichtsdestoweniger - und auch wenn manche Sidequests interessanter und vielfältiger ausfallen dürften - hat die Mainquest viele positive Aspekte, die sich nicht nur damit zufrieden gibt, den Spieler über die ganze Map zu den entlegensten Orten zu schicken und ihm Horden von Gegnern entgegen zu stellen. Für den letztgenannten Punkt bin ich sogar sehr dankbar und Skyrim handelt das vor allem auch in den Dungeons ziemlich gelungen. Dass mehr als zwei oder drei Gegner auf einmal auf den Spieler losstürmen, kommt praktisch nicht vor - und für einmal war ich auch froh, dass die meisten Gegner des Hauptgeschichtsstrangs mit dem Spielerlevel skalieren und es somit kein Ding der Unmöglichkeit ist, ein Spiel wie Skyrim mit einem mickrigen Spielerlevel von gerade mal 14 abzuschliessen .




    "I fight for the men I've held in my arms, dying on foreign soil. I fight for their wives and children, who's [sic] names I heard whispered in their last breaths. I fight for we few who did come home, only to find our country full of strangers wearing familiar faces. I fight for my people impoverished to pay the debts of an Empire too weak to rule them, yet brands them criminals for wanting to rule themselves! I fight so that all the fighting I've already done hasn't been for nothing. I fight... because I must."


    Zurück aber zur eigentlichen Handlung, die den Spieler in mehr als nur einen Konflikt einführt und mit interessanten Dialogen ausschmückt. Der Höhepunkt einer Situation, die zu eskalieren droht, findet sich später im Verlauf des Spiels, als man in der Rolle des Drachenbluts versucht, zwei verfeindete Parteien unter der Mithilfe der Graubärte an einen Tisch zu setzen und einen Kompromiss auszuhandeln. Einen Kompromiss, bei dem man sich fast schon gezwungenermassen bei einer Seite unbeliebt macht, weil Zugeständnisse und Landabtretungen gemacht werden müssen, die nicht gemacht werden wollen. Zähneknirschend schliessen alle Parteien aber einen Pakt, der zur Gefangennahme eines Drachens führt und zumindest für kurze Zeit die Differenzen von Kaisrelichen und Sturmmänteln vergessen macht, die beide einen Machtanspruch auf Himmelsrand veräussern. Zu diesem Konflikt, der sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht, hat man die Möglichkeit, sich verschiedensten Gilden anzuschliessen, bekommt Wind von grassierendem Rassismus in einigen Orten, versucht betrunkene Stammgäste einer kleinen Dorfspelunke letzten Endes doch noch dazu zu bewegen, ihre angehäuften Schulden zu bezahlen, damit wenigstens dieser Konflikt in kleiner Runde friedlich verläuft und und und.

    So sehr Spielwelt, Questdesign, Charaktere, Entwicklung und auch Inhalte zu den positiven Seiten Skyrims gehören, so beschämend wirkt hier fast schon das Kampfsystem, welches in der Ego-Perspektive eine mittlere Katastrophe ist und in 3rd-Person-Ansicht praktisch unspielbar daherkommt. In der Pro & Kontra-Auflistung habe ich das vergliechen mit der Responsivität einer wiederkäuenden Kuh und meinte das auch so. Die Rückmeldung vom Kampfsystem ist abgesehen vom zu vermittelnden Gewicht der jeweiligen Waffe praktisch nicht gegeben. Das ist bei Pfeil und Bogen viel besser gelöst als bei Verwendung von Zweihändern oder regulärer Schwert/Schild-Kombination. Davon war ich nie ein Freund und werde es auch nie werden - und es bleibt zu hoffen, dass Bethesda bei einem sicher kommenden sechsten Teil vermehrtes Augenmerk darauf legt. Ich will endlich das Gefühl haben, auch wirklich etwas zu treffen - und nicht bloss mit einem 20-Kilo-Klotz durch die Luft zu fuchteln und darauf zu warten, dass das Skelett vis-a-vis meiner Nord-Visage endlich tot umfällt. Trotz diesem doch massiven Makel muss ich aber sagen, dass es doch noch irgendwie zweckdienlich ist und man sich im Verlaufe der Zeit daran gewöhnen kann. Wenn auch widerwillig.




    Paarthurnax (ruhe er in Frieden): "Drem. Patience. There are formalities that must be observed, at the first meeting of two of the dov. By long tradition, the elder speaks first. Hear my Thu'um! Feel it in your bones. Match it, if you are Dovahkiin!"

    Ansonsten aber hatte ich mit Lydia aus Weisslauf eine sehr zuverlässige Begleiterin, die mir in Not mit Tat und Kraft zur Seite stand, im letzten Viertel der Story aber von einem wilden Tier hoch oben in den Bergen zerfetzt wurde. Klar - ich hätte einfach einen Spielstand laden und sie so wiederbeleben können - aber irgendwie widerstrebte mir das und ich beerdigte Sie im Geiste. Ich nahm ihr Hab & Gut, bewahrte es mit grosser Sorgfalt auf und tat das, was jeder Abenteurer an meiner Stelle wohl auch getan hätte: Ich versuchte, den Sieg aus alleiniger Kraft herbeizuführen und widmete mich meiner einsamen, verdrossenen Nord-Art, kämpfte für mich, für Himmelsrand, für Tamriel, scherte mich nicht mehr um den Zwist zwischen den Völkern und verfolgte eisern mein Ziel, Alduin einzuäschern und Sykrim in eine nicht mehr bedrohte Zukunft zu führen.

    Und es gab eine Stelle im Spiel, bei der mir besonders warm ums Herz wurde. Vor der letzten Schlacht, mit gesammelter Kraft, und frischem Mut getankt unterhielt ich mich mit vergessen geglaubten Kriegern in einer Ruhmeshalle, die mehr als nur einen Querverweis auf ein visualisierts Valhalla bieten konnte.

    Darauf ein kräftiges

    FUS RO DAH



    Geändert von radiant (02.12.16 um 13:07 Uhr)
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    Defti: "Wenn man sich bewusst gar nichts mehr zu Release kaufen möchte wegen 10-20 Fr. hat das meiner Meinung nach auch etwas mit Gleichgültigkeit gegenüber Videospielen zu tun."

    Zitat Zitat von Naryoril
    Das wird aus diesem Zitat hier klar:

    重要キャラクターたちをプレイアブ?? ?ャラとして使用できるようにしま

  12. #3292
    I've seen things...
    Avatar von Viktor Vaughn
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    strong....

  13. #3293
    Worb Connection

    Avatar von radiant
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    Zitat Zitat von Viktor Vaughn Beitrag anzeigen
    strong....
    Was denn - unzufrieden weil kein Mighty?

    Bezieht sich ja nur auf den gespielten Teil und die Mainquest - abzüglich den Negativfaktoren gibt das halt "nur" ein Strong - wenn ich dann mall 100+ Stunden in Nebenquests etc. investiert habe, wird das Review natürlich überarbeitet
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    Zitat Zitat von Naryoril
    Das wird aus diesem Zitat hier klar:

    重要キャラクターたちをプレイアブ?? ?ャラとして使用できるようにしま

  14. #3294
    GasMaskMan Avatar von -SouL ReaveR-
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    Also für 5,90.- habe ich da wirklich ein tolles Spiel aufgetischt bekommen. Hat mich trotz hohem Schwierigkeitsgrad stets motiviert alle Challenges zu absolvieren. Erst das dritte Spiel, welches ich platiniert habe neben Rocket League und NFS 2015 ().

    Mir gefiel sehr die minimalistische Darstellung gepaart mit dem Soundtrack der voll auf mich zugeschnitten ist Wahnsinn eigentlich dieser Soundtrack für so ein kleines Spiel mit über 40 vollwertigen Liedern (>3min) von zwei Komponisten. Grossen Respekt dafür!

    Das Spiel ist sicherlich nicht für Jedermann, aber wenn man etwas für Rennspiele und einen hohen Schwierigkeitsgrad (zumindest um alle Challenges zu absolvieren) übrig hat, dann würde ich es einem schon recht ans Herz legen.

    Spieldauer kann ich etwas schwerer einschätzen. Habe für drei Events jeweils ca. 1 Stunde gebraucht um diese zu meistern und schätze mal die Gesamtdauer auf zwischen 10 und 15 Stunden.

    Hier mal zwei Events wo ich eben wirklich lang dran zu knabbern hatte:
    (schaut in den Videos so einfach aus )

    Schwere Strecke ohne Banden und Ziel 20-fachen Multiplikator aufzubauen (keine zu grossen Pausen zwischen Drifts)


    Hier musste ich einen 25-fachen Multiplikator aufbauen und habs in der letzten Sekunde erst geschafft
    Geändert von -SouL ReaveR- (03.12.16 um 03:09 Uhr)

  15. #3295
    Muchas Gracias, Señor!
    Avatar von Bull3t
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    Nice
    Habe den Titel letztens auch auf Steam beliebäugelt. Der Soundtrack macht schon Lust auf mehr.
    Was findest du schwieriger - auf der Strecke nicht anzuecken oder muss man v.a. auf Punkte/Zeit fahren?


    /edit

    Zitat Zitat von Raphaelo Beitrag anzeigen
    Bin noch am hin und her überlegen, ob ich mir Infinite auch noch einmal gönne. Müsste ich jetzt eigentlich fast in Angriff nehmen, wenn ich schon alle anderen Games durch habe . Und auf dem PC habe ich es ausser dem DLC auch noch nie gespielt

    Ich weiss nur, das ich den DLC von Infinite nicht mehr spielen will. Der hat mir echt überhaupt nicht gefallen
    Hm, gar nicht realisiert, dass auch die Infinite Episoden dabei sind . Die letzte Episode habe ich auf der 360 nicht mehr gespielt und habe immerhin die Option offen. 'Schnell' 3 BioShocks davor durchspielen

  16. #3296
    GasMaskMan Avatar von -SouL ReaveR-
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    Zitat Zitat von Bull3t Beitrag anzeigen
    Nice
    Habe den Titel letztens auch auf Steam beliebäugelt. Der Soundtrack macht schon Lust auf mehr.
    Was findest du schwieriger - auf der Strecke nicht anzuecken oder muss man v.a. auf Punkte/Zeit fahren?
    Die Zeit spielt eher in den wenigsten Fällen eine Rolle. Es gibt Driftkhanas (zweite Video) wo man zwar eine bestimmte Zeit nur hat möglichst viele Punkte zu erzielen, aber normalerweise reicht die Zeit immer aus. Dann gibt es ab und zu die Challenge eine Strecke unter einer gewissen Zeit ohne Crashes zu fahren, aber auch das ist nicht unbedingt schwer (einfach nicht gross herumdriften ).

    Das schöne am Spiel ist, dass man nicht überall 100% braucht. Die Open World erschliesst man sich mit kleinen Missionen ("Drifte um dieses Gebäude" "Springe über den Fluss" ect.). Bei den Events kann man soviel machen wie man will. Die späteren Events werden durch die 5 Open Worlds freigeschalten. Bei den Events ist auch das Gute, dass die jeweiligen 5 Challenges nicht allesamt in einem Run geschafft werden müssen, das wäre dann nämlich extrem schwer geworden. Man kann also die Challenges so abarbeiten, was ich eben recht motivirend fand.

    Die Zeit ist also eher nicht so der Feind, eher die Banden und Objekte in die man hineinfahren kann.



    Meine zwei Favs aus dem Soundtrack:
    .
    Geändert von -SouL ReaveR- (03.12.16 um 14:11 Uhr)

  17. #3297
    Why so curious?
    Avatar von hoochli
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    Gamertag: Hooch Lee
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    So, nach knapp 50 Stunden bin ich mal durch mit dem Hauptspiel. Ich habe alle Hauptmissionen sowie alle gefundenen Nebenmissionen beendet, alle Sehenswürdigkeiten fotografiert, ein paar Taxifahrten gemacht sowie die meisten Upgradepunkte auf der Karte gesammelt. Das Geld habe ich nur im Vorbeigehen mitgenommen, aber ich habe mir sowieso nie etwas gekauft ausser die paar Autos für den Erfolg.

    Mir hat ja schon der erste Teil relativ gut gefallen, aber der zweite macht alles noch eine Spur besser. Die Story und die Charaktere sind natürlich hanebüchen, aber da sich das Spiel im Gegensatz zum ersten Teil nie ernst nimmt, geht das in Ordnung.

    Man könnte das gesamte Spiel durchspielen, ohne auch nur jemanden zu töten, aber sobald man die Drohne und den RC Car mit C4 ausstatten kann, sind alle guten Vorsätze dahin und man sprengt sich durch die Gegner wie sonst nichts. Und wenn man mal ausgeschossen ist, ruft man halt die Polizei oder eine gegnerische Bande, die da aufräumt. Dafür, dass DedSec für eine gute Sache kämpft, macht es ihnen überhaupt nichts aus, wenn es Kollateralschaden gibt

    Ich freu mich auf den DLC.
    Gunter Glieben Glauchen Globen

    Every time you make a typo, the errorists win

  18. #3298
    Senior Member Avatar von aemjay
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    TITANFALL 2 Kampagne
    Habe als letztes TITANFALL2 die Kampagne beendet. Habe die ganze Kampagne gestreamt und war an einem Nachmittag durch. Die Atmosphäre und die Geschichte fand ich toll die Grafik sowieso. Und ich muss sagen auch das Movement mit und ohne Mech wurde gegenüber dem ersten teil nochmals einen Tick verbessert.

    Hat mir wirklich gefallen das Spiel, kann die Kampagne nur empfehlen!
    Bapedi Pupi?
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    Tutorials und Berichte zum Thema Streaming: http://www.streaming-switzerland.com

  19. #3299
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    Gestern spontan einen 2ten Durchgang absolviert
    Das Spiel ist einfach so gut
    In den Schlussminuten eine falsche Entscheidung getroffen und somit mein Ziel nicht erreicht.
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  20. #3300
    Phantom Thief Avatar von KiLLu
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    Final Fantasy XV (PS4 Pro)



    Pro & Contra

    + tolles Charakterdesign
    + sympathisches, tolles Heldenquartett
    + stellenweise sehr schön
    + weitgehend toller Soundtrack
    + ansehnliche, glaubhaft gebaute offene Spielwelt
    + an sich spannendes Szenario
    + Charakterentwicklung geht in Ordnung
    + cooles Foto-Feature
    + fantastisches Kampfsystem
    + viel zu tun...
    - ... aber viel Fliessbandarbeit
    - wirkt teilweise extrem unfertig
    - sehr enttäuschende Storyprogression
    - mangelhaftes Pacing
    - minimalistisch gehaltene Antagonisten
    - Ausrüstung in Umfang und Bedeutung vernachlässigbar
    - generell relativ seicht und wenig fordernd
    - KI nicht immer glänzend
    - Chapter 13
    - insgesamt viel verschwendetes Potenzial

    Fazit

    "The Figure that still lies asleep in the Fantasy."

    Dieser Satz fand sich am Ende eines ganz alten Trailers zu Final Fantasy Versus 13 und trifft nun ironischerweise auf das fertige Final Fantasy XV erstaunlich gut zu, muss man leider resümieren.

    FFXV ist ein Werk, das von seiner langen, holprigen und sicherlich auch sehr frustrierenden Entwicklungsgeschichte durch und durch gezeichnet ist. Es ist ein Spiel, welches den Namen Final Fantasy verdient, ja, das auf jeden Fall. Doch es ist auch - ähnlich wie etwa MGS V letztes Jahr - ein Spiel, welches sein inneres Potenzial so verschleudert, dass es weh tun muss. Überall sieht man die Frakturen und Designbrüche, die sich notgedrungen einschleichen, wenn man einerseits unter einer schlechten Projektleitung steht, und andererseits am Schluss die Zeit, wieder ironischerweise, dann doch plötzlich viel zu knapp wird.

    Besonders gut fällt dies auf, wenn man sich die alten Gameplayvideos und Trailer zum Spiel vergegenwärtig und damit vergleicht, was man im finalen Spiel letztlich auch spielen kann. So gut wie nichts davon hat es auch in das nun fertige Produkt geschafft. Überbleibsel des damaligen Spieles sieht man erst in den letzten paar Kapiteln deutlich. Und diese passen dann auch wirklich schlecht in das übergeordnete Gesamtkonzept des Spiels. Diese Gegensätzlichkeit und Unvollkommenheit ist letztlich in jeder Hinsicht die grosse Schwäche des Titels: Überall finden sich sehr gute Versatzstücke, einzelne tolle Momente und viel unverkennbares Herzblut des Entwicklerstudios wieder. Nur kommen all der Elan und all die guten Ideen nur ganz selten zu einem erfüllenden, stimmigen und befriedigenden Ganzen zusammen.

    Allen voran zeigt sich dies bei der Charakterportraitierung und der eigentlichen Geschichte. Was klarerweise als grosses, über viele Dutzend Stunden angelegtes Epos mit vielen filigran portraitierten Figuren angelegt war, ist ein erzählerischer Flickenteppich geworden, in den einzelne durchaus schöne Fragmente eingewoben wurden, das meiste aber unfertig, undurchdacht oder gekürzt und auf Biegen und Brechen noch irgendwie implementiert wurde. Man kann mit Sicherheit sagen, dass es inhaltlich der schwächste Hauptplot in einem FF-Mainteil geworden ist, zumindest empfand ich das so. Diese Inkonsistenz zieht sich auch durch die eigentliche "Stimmung" des Spiels. Sind die Kapitel 1 bis 8, welche wohl erst viel später dazu kamen, fröhlich, witzig und von einer ausgesprochenen Leichtigkeit des Seins gehalten, entwickelt FFXV spätestens ab dem zehnten Kapitel eine sehr düstere, Shakespeare-esque Tonalität, die an sich zwar interessant ist, aber überhaupt nicht in das stilistische und erzählerische Gesamtkonzept hineinpasst. Auch in dieser Hinsicht besteht also eine letztlich unübersehbare Fraktur, die sich nur durch die lange Entwicklungszeit erklären lassen kann.
    Das ist letztlich jammerschade, hat man doch eine wirklich vielversprechende Auslegeordnung mit sympathischen, potenziell gehaltvollen und erinnerungswürdigen Charakteren geschaffen, mit denen der Spieler eine an sich sehr spannende Welt bereist.

    Spielerisch sieht die Welt zum Glück etwas rosiger aus. Gerade in den ersten 8 Kapiteln ist es ein grosses Vergnügen, sich in der bildschönen und an sich interessanten offenen Spielwelt zu bewegen und zahlreiche (MMO-orientierte) Aufgaben zu lösen. Getragen wird dies alles dabei nicht nur von der wirklich glänzenden Präsentation, sondern allen voran vom aus meiner Sicht brillianten Kampfsystem, welches sich definitiv ganz weit oben in der Reihe einrangieren darf. Am besten lässt sich das Kampfsystem als eine Mischung der Teile 12 und 13 erklären, wobei der Actionfaktor noch etwas erhöht wurde, was zu sehr dynamischen und selbst bei schwachen Standardgegnern kurzweiligen Kämpfen führt. Schade nur ist das Spiel etwas zu anspruchslos ausgefallen. Das System hätte von einem knackigen Schwierigkeitsgrad wohl nochmals mehr profitiert. Trotzdem, die ersten gut 30 Stunden waren für mich ein absoluter Genuss, den ich so auch nicht missen möchte.

    Aus diesen Gründen - und natürlich aufgrund der wirklich liebenswerten Boyband, mit der man als Spieler zusammen die Welt bereisen darf - bleibt mir Final Fantasy XV doch grösstenteils positiv in Erinnerung. Ich hoffe, SquareEnix wird in Zukunft auf diesem Fundament aufbauen. Man hat hier eine wirklich gute Grundlage für künftige (Main-)Titel geschaffen. Hoffentlich wirft man diese nicht weg und baut jene legendäre Fantasie, auf die die ganze Industrie seit 10 Jahren wartet und woran sich nicht zuletzt SquareEnix selbst immer wieder misst.

    7.5/10
    Geändert von KiLLu (11.12.16 um 15:50 Uhr)

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