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  • Final Fantasy XV Review by Xamd



    Es fällt mir schwer ein objektives Review über Final Fantasy zu schreiben – ich muss gestehen – ich bin der Final Fantasy Serie wahrscheinlich zu treu ergeben
    dafür.

    Viel mehr möchte ich nun ein meine Eindrücke und Gedanken als wirklich gossen Final Fantasy Fan zum neusten Teil der Serie hier preisgeben. Bisher habe ich alle Teile bis auf 4, 9, 11 und ein paar Spin-offs der Serie gespielt, dabei meine Lieblingsteile mehrmals durchgespielt und zu guter Letzt hunderte von Stunden ins Final Fantasy XIV gesteckt. In den letzten 14 Jahren begleitete mich demnach praktisch immer ein Final Fantasy. Diese Serie liegt mir wahrlich am Herzen.
    Mittlerweile sind fast 7 Jahre seit dem letzten Haupttitel der Serie vergangen. FF 13 – linear, spezielles Gameplay und eine komplizierte Story, die Kritikpunkte kennen wir alle, viel wichtiger dabei war aber die neue Interpretation der Final Fantasy Welt für mich, komplett neue Monster und Beschwörungen die für Final Fantasy Liebhaber befremdlich wirkten. Als kleines Beispiel möchte ich hier Shiva als Motorrad erwähnen. Die Wandlung die bereits mit dem 12. Teil anfing, war mit dem 13. Teil schon sehr ausgeprägt. Kurzum, die Final Fantasy Welt wurde in den letzten 9 Jahren stark abgeändert und fast neu definiert.

    Jetzt, Ende 2016 endlich Final Fantasy XV.

    „Für Fans und Neueinsteiger“
    Gross verkündet, noch vor dem Titelbildschirm, jedes Mal wenn man das Spiel startet.
    Ja, es fühlt sich tatsächlich wie ein klassisches Final Fantasy an.
    Und ja, es ist gleichzeitig genauso neuartig wie versprochen.

    Wieso neuartig? Das Kampfsystem wirkt modern, frisch und weiss zu unterhalten. So Modern kam bisher kein Final Fantasy daher.

    Wieso klassisch? Die grosse Welt gefüllt mit Nebenquests, Geheimnissen und Monstern könnte nicht mehr Final Fantasy sein als es ist. Das Monster Design ist eine einzige herzhafte Hommage an die vergangen Titel, die Nebenquests sind genau so simpel gehalten wie früher, die Minispiele erinnern an alte Zeiten und die alten Bestia / Primals / Esper werden wortwörtlich vergöttert. Sogar die Dungeons sind typisch Final Fantasy. In so vielen Aspekten geht diese Spiel zurück zu seinen Wurzeln.

    Insbesondere Nebenquests sind derart klassisch gehalten das sie sich genau wie vor 9 Jahren anfühlen, neben ein paar wenigen speziellen Aufgaben kommt man über Orte besuchen und Monster töten nicht hinaus. Dabei sind diese repetitiven Aufgaben Hauptbestandteil des Spiels und begleiten den Spieler von Kapitel 1 an. So fühlt sich das Game schlussendlich wie ein grosses Post-Endgame Final Fantasy an, bei dem zwischendurch kleine Geschichts-Happen zugeworfen werden. Etwas mehr Innovation im Quest und Dungeon Design ist im Final Fantasy Universum dementsprechend immer noch erforderlich. Der Ansporn aber bleibt die Charakterentwicklung, die Entdeckung der fantastisch entworfenen Monster und Gebiete und natürlich den Sieg über die stärksten Gegner.

    Während früher die Charaktere auf Grund der stundelangen Geschichte selber schon hohe Levels erreicht hatten, fehlt dies komplett im neuen Teil. Es wird verlangt dass man die Levels in der offenen Spielwelt durch Nebenquests bereits von Anfang an erlangt um dann in der Story weiterspielen zu können. So wird der Bezug zu Charakteren und Geschichte leider ein wenig untergraben. Die Immersion für die Geschichte fehlt. Dafür gibt es ein paar Highlights in der Geschichte die eines Final Fantasy mehr als würdig sind und welche gleichzeitig auch das wahre Potenzial dieser offenbart. Nur leider wird dieses Potenzial nie ausgeschöpft.

    Da die Geschichte kurz gehalten ist, kommt das neue Kampsystem auch nicht zur Geltung, bis zum Ende der Story reicht es vollkommen aus wenn der Spieler sich gedankenlos durch die Gegend schnetzelt. Erst wenn man die knallharten Endgame Dungeons und Gegner freischaltet wird es taktisch interessant und man fängt an sich mit Zaubern zu beschäftigen, wechselt die Ausrüstung mit Kombos und fängt an die Gegner zu analysieren. Ebenfalls hat man erst nach der Geschichte genügend Fertigkeitspunkte um Kampffähigkeiten zu erlangen welche die Kämpfe interessanter gestalten.


    Geschichte. Spieltiefe. Inszenierung.
    Diese drei Punkte haben die Final Fantasy Reihe aus der Masse hervorgehoben.

    Der neuste Teil besitzt eine fantastische Inszenierung und bietet eine gewaltige Spieltiefe, verliert jedoch den Bezug zur Geschichte.
    Ich bin begeistert über diese Liebe zu den alten Final Fantasy Spielen, das Herzblut der Entwickler ist spürbar. Ich bin ebenfalls begeistert über die offene Spielwelt mit deren Monstern. Ich bin enttäuscht über die Geschichte…
    …jedoch liessen mich ein paar Momente während der Geschichte wieder zu meinem 14 Jährigen Ich werden, welcher zum ersten Mal die Bahamut Beschwörung aus FF X sieht und einfach nur begeistert und glücklich in den Bildschirm starrt. So schnell werde ich dieses Spiel nicht loslassen.