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  • Remember Me

    Remember Me


    Es hat mir eigentlich ganz gut gefallen. So als neue IP hat es mich ziemlich überzeugt. Diese Sci Fi Welt die das Spiel einem aufzeigt, war wirklich sehr gelungen und für mich definitiv das Highlight vom ganzen Spiel. Optik ist auch sehr überzeugend, hatte von den satten Farben und dem teilweise sehr sauberen Look, schon fast ein Mirrors Edge Feeling bekommen. Gab jedenfalls ein paar sehr geile Aussichtspunkte und war eigentlich noch ganz froh, dass ich ständig Screenshots schiessen konnte. Die Musik fand ich ebenfalls ziemlich gut, hatte jedenfalls ein paar Stücke welche mir während dem Spielen gut aufgefallen sind. Insgesamt einfach eine sehr gelungene und schöne Präsentation.

    Die Story selber war imo auch ganz in Ordnung. Garantiert nichts bahnbrechendes, aber es profitiert von der toll ausgearbeiteten Spielwelt und liefert sogar ein paar kleine, überraschende Twists ab. Ich konnte der Story jedenfalls über die gesamte Spieldauer meine volle Aufmerksamkeit geben, was bei so Action Games halt schon sehr selten vorkommt .

    Beim Gameplay hingegen findet man schon die grössten Probleme von Remember Me. Gerade das Kampfsystem, welches quasi alle Konfrontationen ausmacht, hat mich nicht überzeugt. Der Mix aus Arkham-Combat und modifizierbaren Combos hat mich einfach nicht überzeugt. Das Spiel wird ziemlich chaotisch mit mehreren Gegnern und gegen Ende vom Spiel werden viele Gegner eingeführt, welche den Spielfluss stark unterbrechen. Auch keine grosse Hilfe ist die Tatsache, dass man eine Combo nur an einem Gegner aufbauen kann und somit die richtig langen Tastenkombinationen nur bei einem 1on1 wirklich attraktiv werden. Darüber hinaus ist der Einfluss den man auf Combos hat, auch ziemlich klein. Man kann lediglich den Effekt der einzelnen Schläge bestimmen und nicht ganz eigene Combos schmieden, war doch etwas enttäuschend für mich. Alles in allem, ist es schlichtweg kein gutes Kampfsystem. Immerhin verlangt das Spiel in den Kämpfen auch nie zu viel und vermeidet eine frustrierende Erfahrung.

    Das Klettern ist das superlineare und halbautomatische Klettern das man aus Tomb Raider und Uncharted schon zu Genüge kennt. Kann nicht viel dagegen sagen, es ist einfach okay, nicht mehr und nicht weniger. Das kleine Highlight vom Spiel sind dann aber die Erinnerungssequenzen welche man vier Mal im Spiel vorgesetzt bekommt. Dort muss man die Erinnerung seines Opfers modifizeren indem man à la Ghost Trick bestimmte Gegenstände in der Umgebung beeinflusst. Es ist eine sehr unterhaltsame Mechanik, welche für jedes Szenario verschiedene Ausgänge zeigt und ich hätte wirklich noch gerne mehr davon gesehen.

    Abschliessend belibt zu sagen, dass ich doch ziemlich zufrieden bin mit Remember Me. In erster Linie finde ich es einfach schön, dass selbst heute noch solche Titel entstehen können. Es fehlt vielleicht der Feinschliff von einer riesigen AAA-Produktion und hat definitiv seine Macken. Aber das Spiel hat seine ganz eigene Identität und sticht für mich persönlich doch angenehm aus einem See von Sequels, Prequels und Reboots heraus. Denke wer vom Setting angesprochen ist und über ein durchschnittliches Kampfsystem hinwegsehen kann, sollte auch etwas in Remember Me finden. Für mich definitiv ein Game an das ich mich noch etwas länger erinnern werde .

    7.5/10